DIY: Mal- und Magnettafel

Hallo zusammen,

Ein ereignisreiches Jahr 2016 ist zu Ende gegangen und obwohl ich seit langer Zeit nichts geschrieben habe, war ich trotzdem aktiv und habe das ein oder andere kleine Projekt realisieren können. Ein nicht ganz so spannendes Dart-Halbfinale gibt mir jetzt mal wieder die Möglichkeiten mein letzten Projekt mit euch zu teilen. Nebenbei bin ich jetzt auch auf bei Bosch-Heimwerker Community angemeldet.
Wieder einmal handelt es sich beim neuesten Projekt um ein Geschenk für meine kleine Nichte. Die Kleine ist mittlerweile über 1 1/2 Jahre alt und liebt es entweder in einem ihrer vielen Bücher zu blättern oder zu malen. Daher kam auch die Motviation zu Weihnachten wieder was selbst gebasteltes zu schenken. Da ich zwar gerne schreibe, aber noch viel lieber mich der Holzbearbeitung widme habe ich mich für eine Maltafel mit Magnetgrundierung entschieden.

Und da vor Weihnachten auch wieder die Amazon Cyberweek auf der Agenda stand gab es noch das ein oder andere neue Werkzeug für die kleine Hobbywerkstatt. Aus diesem Grund habe ich auch die „About“-Seite überarbeitet um euch einen kleinen Überblick zu geben mit welchen Werkzeugen ich bei meinen Bastelarbeiten so unterwegs bin.

Jetzt aber zum Projekt:

Mit meiner Schwester abgesprochen hatte ich eine Tafel auf der die kleine malen kann. Zunächst war eine viel größere Variante abgesprochen, welche dann an die Wand montiert hätte werden können. Dagegen hat jedoch gesprochen, dass die lieben Kleinen selten unterscheiden können, wo die Tafel aufhört und die Wand anfängt. Daher mein Vorschlag es zu einer mobilen Variante umzuformen und in eine bestimmte Form zu bringen.


Da die Kleine immer mehr Wörte aussprechen kann und immer mehr Tiere zuordnen kann, war schnell die Idee geboren die Tafel in Form eines Tieres zu fertigen. Da ein Wurm oder ein Papagei keine ansprechend großen Formen für eine Maltafel hatten, ist es ein Elefant geworden der entsprechend Fläche zum malen bietet.

Als Material kam mal wieder eine MDF-Platte mit 5mm Dicke zum Einsatz. Das hat auch das Sägen erleichtert im Gegensatz zu der 12mm dicken MDF-Platte beim Kleeblatt. Die Grundform lässt sich bis auf den Rüssel sehr gut sägen und auch die Radien sind hier kein Problem. Da die Tafel auch mobil sein soll, habe ich darauf verzichtet die Beine „freizustellen“, sondern habe einen kleinen Steg dazwischen gelassen, der in der fertigen Tafel als Tragegriff dient.


Nachdem die Grundform ausgesägt war musste der Elefant zunächst grundiert werden. Hier habe ich aber nur die Oberseite grundiert, da ich anfänglich vorhatte die Rückseite entweder komplett blank zu lassen oder zumindest nur den Namen der kleinen (oder das was sie davon bis jetzt sprechen kann 😉 ) aufzumalen. Nachdem die Grundierung getrocknet war habe ich insgesamt drei Schichten Magnetfarbe aufgetragen um sicher zu gehen, dass die Magnete auch nach der Aufbringung der Tafellackfarbe noch haften können.


Auf dem Bild kann man gut die Magnetfarbe auf dem Steg sehen und der Rest ist schon mit der Tafellackfarbe überzogen. Den Steg habe ich beabsichtigt freigelassen, weil dieser am Ende einen grünen Anstrich als Gras-Imitation bekommen sollte. Jetzt im Nachhinein kann ich sagen, dass der grüne Grasstreifen nicht wirklich so wirkt, wie ich mir das ausgemalt habe.

Während ich die Grundierung noch mit dem Multischleifer geebnet habe, habe ich darauf nach dem Aufbringen der Magnetfarbe explizit verzichtet, da mir aus der Schule noch in Erinnerung war, dass sich auf zu glatten Tafeln schlecht schreiben oder malen lässt. Mal gucken wie sich diese Entscheidung auf das langfristige Malerlebnis auswirkt.

Achtung: Die Tafellackfarbe muss übrigens drei Tage trocknen bevor diese bemalt werden darf!

Kommen wir nun zur Rückseite. Über die gesamte Bearbeitungszeit hat sich die Rückseite immer weiter entwickelt. Von blank, über lediglich bemalt bis hin zum endgültigen Ergebnis habe viele unterschiedliche Überlegungen (die hier nicht unbedingt hingehören) dazu beigetragen, dass es so gekommen ist, wie ihr es im Titelbild sehen könnt.

Zum endgültigen Ergebnis auch hat indirekt (auch unwissend) meine Schwester beigetragen. Zum Geburtstag hatte ich einen Gutschein für den Baumarkt bekommen und den habe ich eingesetzt um mir die Bosch Oberfräse zu kaufen. Da ich die ganze Zeit nach einem Projekt gesucht habe diese einsetzen zu können, habe ich mir dazu entschlossen den Namen nicht zu malen, sondern zu fräsen. Bedenken hatte ich lediglich aufgrund der geringen Dicke der MDF-Platte. Mit Hilfe der Holzreste des Elefanten konnte ich verschiedene Frästiefen austesten.


Da es meine erste wirkliche Fräsarbeit mit der der Bosch Oberfräse (und nicht dem Dremel samt Oberfräsaufsatz) war, war ich schon etwas nervös, ob ich die Schrift so sauber hinbekommen würde und danach nicht alles krumm und schied aussehen würde. Mit dem Ergebnis bin ich schon zufrieden und präziser würde es wahrscheinlich nur mit einem Pantografen werden 😉

Mit Schleifpaper werden die Buchstaben dann auch wunderbar glatt und die Vertiefung hat einen guten Kontrast zur Grundplatte. Nachdem alle Buchstabe ausgefräst waren, habe ich die Rückseite (bis auf die Vertiefungen) noch mit der Tafellackfarbe gestrichen. Für die Buchstaben habe ich dann mal meine Kiste mit den ganzen Lackfarben geplündert und ein paar schöne Farben rausgesucht.

Belohnt wurde ich übrigens durch ein schönes Lächeln meiner Nichte und dem sofortigen losmalen auf  der Tafel 🙂

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