Die Überwachung des Schweinehundes

Nun ist man wieder ein Jahr älter und nichts hat sich verändert 🙂 man fühlt sich nicht anders und verhält sich auch nicht anders…klingt komisch, ist aber so 😉

Zum Älter werden gehört allerdings in unseren Kreisen immer noch der Brauch der Geschenke…und da gab es mal wieder neues aus der Technik-Welt

Bei einem Geschenk, welches für den Titel dieses Posts wenig entscheidend ist, handelt es sich um eine Webcam von Logitech. Im genaueren handelt es sich um die C525. Die wollte natürlich auch ausprobiert werden, leider mit einem bis jetzt zwiespältigen Fazit. Die Bildqualität ist schon mal im Vergleich zu meiner alten C200 überragend und gefällt auch dem Hoppsekäse auf der Gegenseite. Die Kehrseite der Medaille?

In unregelmäßigen Abständen friert mein Videosignal im Skype ein und ich kann erst nachdem ich das Video deaktiviert und anschließend wieder aktiviert habe den Videostream fortsetzen. Woran das liegt? Keine Ahnung? Ist mein Rechner zu alt? Auf der Verpackung steht, wenn man einen 720p Videostream nutzen will, dass man ein Core2Duo mit 2,4 GHz braucht *wow*…bei meinem Rechner handelt es sich allerdings noch um einen Athlon64 X2 5000+. Diese soll ja nominell 2,6 GHz haben und somit reichen. Trotzdem traue ich der Sache nicht ganz..allein schon weil der Rechner wenn ich mich recht entsinne 5 Jahre alt ist. Da werkelt ja auch noch eine Radeon HD3850 drin ;).

Viel mehr Kopfzerbrechen bereitet mir aber die Internetverbindung. Im Upload misst die Fritzbox irgendwas im Bereich von 800kBit/s. Auf der Verpackung wird für den erwähnten 720p-Videostream eine Leitung von mindestens einem MBit vorausgesetzt…Ist jetzt die Verbindung zu schlecht und Skype sagt der Webcam „hey, lass mal gut sein, der ist eh zu langsam“? Weil mit der alten Webcam friert das Bild nicht ein. Ich hoffe somit mal, dass es nicht an der Webcam liegt und ich die umtauschen muss.

nun aber zum Schweinehund

Der eigentliche Grund für mich mal wieder was in meiner Mittagspause hier an der Uni zu schreiben ist das andere Gadget was es zum Geburtstag gab. Der Fitbit Ultra ist ein Schrittzähler. Ein Schrittzähler? Ja genau….aber einer der mal so ziemlich viel Technik in sich vereint, dass es für einen so technikaffinen Menschen wie mich ein schönes Spielzeug ist 😉

Gestern wurde das gute Gerät, welches ungefähr so groß wie mein Daumen ist dann erstmal eingerichtet, so dass es heute schon den ersten „Härtetest“ gibt. Wobei da gleich ein Feature zu allererst angeführt werden muss, welches ich schon in der Nacht testen konnte.

Ein Schrittzähler in der Nacht? Schlafwandeln?

Der Fitbit bietet durch die mitgelieferte Schlafmanschette die Möglichkeit seinen Schlaf zu kontrollieren. Sprich: Wie unruhig schlafe ich, wie oft wache ich auf und so weiter. Das wollte natürlich sofort ausprobiert werden und nachdem ich jetzt in der Uni mal die Daten synchronisiert habe, bescheinigt mir das Gerät eine Schlafeffizienz von sage und schreibe 96%. Und das obwohl ich für meine Verhältnisse eine recht unruhige Nacht hatte und oft wach war. Aber genau diese Wachphasen hat der Fitbit richtig detektiert. Ich werde die Sache einfach mal weiter verfolgen und weiter testen.

Was kann das kleine Gerät denn noch?

Natürlich kann es (hohoho) Schritte zählen. Hätte man nicht gedacht, ist aber so. Und das laut eigenen Angaben irgendwo im Bereich von 95% Genauigkeit. Man gibt seine Größe und sein Gewicht an und somit kann der Tracker wohl die Schrittlänge ermitteln. Des Weiteren gibt es noch die Möglichkeit in einem „pro“-Modus die Schrittlänge manuell einzustellen, aber das habe und werde ich wohl erstmal nicht ausprobieren.

Eine weitere schöne Sache, die wirklich dazu animiert sein Verhalten umzustellen, ist die Tatsache, dass der Fitbit die zurückgelegten Stockwerke anzeigen kann. Das wollte ich heute früh natürlich prompt ausprobieren und nachdem ich die 5 Etagen runtergelaufen bin schaute ich verdutzt auf das Gerät und da stand nur Null zurückgelegte Etagen. Nachdem ich das kleine Symbol daneben genauer angeschaut hatte wurde mir auch klar warum da nichts stand. Natürlich strengt man sich hauptsächlich an, wenn man Stufen HOCH steigt und nicht runter 😉 hätte auch gleich klar sein können.

Mittlerweile sind es 17 Stockwerke die ich zurückgelegte habe und das vor allem deshalb, weil ich hier in der Uni seit geraumer Zeit nicht mehr den Fahrstuhl benutze, sondern lieber das Treppenhaus. Man hat einfach ein besseres Gefühl.

Restliche Funktionen

Natürlich sind diese drei Funktionen nicht alles was der kleine kann. Aus den erhobenen Daten werden sowohl die verbrannten Kalorien, als auch die zurückgelegten Kilometer. Und all das zusammen setzt sich zu einem Aktivitätsindex zusammen, welcher in Form einer stetig wachsenden Blume auf dem Gerät veranschaulicht wird. Man hat also einen weiteren Ansporn um sich zu bewegen, weil man die Blume natürlich bis zur vollen Größe bringen will. Ich bin schon gespannt, wenn ich das Gerät morgen beim Training tragen werde 🙂

Wo bleiben die Daten

Was würde das ganze nutzen, wenn die Daten einfach nur an dem Tag erhoben werden würden und man den Kram vielleicht noch selber aufschreiben müsste? Richtig! Man würde es schlichtweg irgendwann vergessen und sich ärgern, dass die Daten weg sind. Der Fitbit hat im Hintergrund eine Online-Plattform, mit der sich das Gerät synchronisiert. Wie macht er das? Dem Gerät wird neben der Schlafmanschette eine Docking-Station beigelegt, mit welcher sich der Fitbit, sobald er sich innerhalb von einem Radius von 5m befindet, synchronisiert. Dazu muss natürlich die Docking-Station am Rechner angeschlossen sein und dieser muss natürlich laufen 😉

Die synchronisierten Daten werden durch hübsche, wenn auch manchmal recht kleine, Grafiken aufbereitet *schnarch* (kleiner Insider) und auf der Webseite oder der zugehörigen iPhone App wiedergegeben. Und wenn man noch nicht motiviert ist bis zu diesem Zeitpunkt, bekommt man für geleistete Aktivitäten sogenannte Erfolge. Diese werden mittlerweile in jedes Spiel und überhaupt so wieso eingebaut. Beim Fitbit sind diese aber recht interessant umgesetzt. So habe ich nach 10 Stockwerken meinen ersten „Badge“ bekommen und der Vergleich war, dass ich mit dieser Höhe den höchsten genauten Lego-Turm überschritten hätte. Bei den aktuell 17 Stockwerken zeigt er mir an, dass ich die Niagarafälle erklommen hätte. Dazu gibt es dann noch einen Link auf verschiedene Webseiten (z.B. Wikipedia).

Kurz erwähnt soll noch die Möglichkeit sein, dass man auch noch eine Art Ernährungstagebuch führen kann, in welchem man eingibt, was man so gegessen oder getrunken hat. Somit kann man optimal seinen Verbrauch gegenüber dem aufwiegen, was man so gegessen hat. Da die angebotenen Mahlzeiten zur Zeit alle noch in Englisch sind (soll sich bald ändern) und man somit ziemlich suchen muss, bevor man findet was man gerade gegessen hat, lasse ich diesen Teil erst einmal aus bis die eingedeutschte Version kommt. Wobei die auch nicht die Spaghetti mit Weizenbolognese  haben wird, welche ich gerade in der Mensa gegessen habe 😉

Fazit

Bis jetzt bin ich immer noch mehr als begeistert, dass ich nicht mehr meinen iPod Nano als Schrittzähler missbrauchen muss und somit mal wieder damit Musik oder Hörbüchern hören kann 🙂
Und die Begeisterung wird sich auch noch eine ganze Weile aufrecht erhalten denke ich, denn so kann man endlich mal den im Titel zitierten Schweinehund besiegen und hat vielleicht auch ein schlechtes Gewissen, wenn man mal den Aufzug nutzt 😉

In diesem Sinne werde ich mich mal ruhig sitzend, ohne eine Kalorie zu verbrauchen, weiter an meine Masterarbeit setzen 🙂

 

 

 

 

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